Erfrischend Nachhaltig

Auch in diesem Jahr dürfen wir wieder Parkplätze vor unserem Kaffee Fachgeschäft am St. Stephansplatz bestuhlen. Ab dem 11.4 ist unsere Außengastronomie geöffnet und dieses Jahr lautet das Motto für die „zugekauften“ Erfrischungsgetränke:

ERFRISCHEND NACHHALTIG

Welche Lieferanten wir ausgewählt haben und welche Projekte mit dem Kauf des jeweiligen Kaltgetränkes unterstützt werden erfahren Sie hier: 

Brewce Kenyan Cold Brew

Schon seit 2019 unterstützen wir das Projekt Kenia Kedovo. Bezahlung der Kaffeefarmer über dem Weltmarktpreisniveau und zusätzlich 40 Cent pro Kilo Rohkaffee, die direkt an Kedovo e.V. fließen, sorgen dafür, dass sich die Lebensbedingungen der Kaffeefarmer in Nyeri stetig verbessern können.  Wir kaufen jedes Jahr Rohkaffee von Nicole & Soni ein. Von der Qualität des Rohkaffees als auch vom Engagement der beiden sind wir überzeugt. Neben der Hilfe bei den einzelnen Verarbeitungsschritten, Ernte, Aufbereitung und Sortierung werden die Schulen in Kirichu und Kahiga saniert und ein Ernährungsprogramm auf die Beine gestellt. Die Gründung einer Molkerei im Verein ist nun seit Anfang des Jahres 2022 ein eigenes Unternehmen und beschäftigt 8 Personen. Der produzierte Joghurt geht unter anderen an die Schulen und wird auch in Nachbarstädten verkauft.  

Daher lag es sehr nahe, dass wir auch bei dem Projekt BREWCE mit dabei sind:  Der Cold Brew wird aus dem geröstete Kenya Kedovo Profektkaffee kalt extrahiert und ist außergewöhnlich aromatisch. Er ist natürlich, vegan und ohne Zucker oder andere Zusatzstoffe hergestellt. Purer kalter Kaffee.

Cascara BIO

„Cascara“ ist das spanische Wort für Fruchtfleisch der Kaffeekirsche. Die Firma Ecocascara hat sich als Ziel gesetzt das Bewusstsein für ökologische und ethische Probleme zu schärfen und diese durch eine nachhaltigere und fairere Art des täglichen Konsums zu lösen. Fördert eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft, indem 20cts pro Flasche direkt an zertifizierte Bio-Bauern gezahlt werden. Generiert eine neue Einkommensquelle für die Bauern. Die Aufwertung dieser Zutat, die allzu oft als Fruchtabfall betrachtet wird, ist unser Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft und einer besseren Welt.

Als kaltes Erfrischungsgetränk für den Sommer bieten wir unseren Kunden:

Cascara Infusion – der andere ICE TEA. Völlig natürlicher Kräutertee mit reinem Wasser aus den Schweizer Alpen und ohne Zuckerzusatz, Süßstoffe, Konservierungsmittel oder Zusatzstoffe. Sein mäßiger Gehalt an natürlichem Koffein ist mit dem eines Eistees vergleichbar. Geschmack Original, erfrischend, einzigartig und fruchtig, ohne Säure oder Bitterkeit.

Cascara Soda – die andere Limonade mit Kohlensäure. Erfrischend und ohne Zuckerzusatz* oder Süßstoffe. *Außer denen, die natürlicherweise in den Zutaten enthalten sind

Cascara Cola – die andere Art einer Cola mit Kohlensäure. Enthält von Natur aus Antioxidantien wie Vitamin C, Zink und Polyphenole, die zu einer normalen Funktion des Immunsystems beitragen und die Zellen vor oxidativem Stress schützen.

Warum sollte man Cascara trinken?

  1. Cascara entsteht als Nebenprodukt zu Kaffee und ist daher nachhaltig, weil es sowieso produziert, wird also zumindest das Fruchtfleisch.
  2. Es kann als heißes und kaltes Getränk getrunken werden.
  3. Es hat einen 8 mal höheren Koffein Gehalt als Kaffee, also ist ein Ersatz für „Energy Drinks“.
  4. Cascara hat nur 16 Kalorien pro 100ml.

Lemonaid

Bereits in der letzten Sommersaison hatten wir uns für die Produkte von Lemonaid entschieden. Limonade, wie sie sein sollte. Bio, fair, wie selbstgemacht – und für einen guten Zweck. Jede Flasche enthält nur beste biologische Zutaten, unterstützt den fairen Handel und den sozialen Wandel aktiv mit zu gestalten. Neben dem fairen Handel wird mit jeder verkauften Flasche der Lemonaid & ChariTea e.V. unterstützt. Wir haben uns hier für zwei Sorten entschieden:

Lemonaid Limette – viel frischer Limettensaft, ein wenig Rohrzucker und Wasser – das war’s. Schmeckt wie selbst gemacht

Lemonaid Maracuja – Leckere Passionsfrucht-Limonade mit jeder Menge Maracujasaft, einem Schuss Limette und tropischer Mango.

VIVA CON AGUA

Wer kennt es nicht: Laut oder leise? VIVA CON AGUA ist einer der 1. Pioniere gewesen, der Getränke und Projekte verbindet.

Ihre Vision: Wasser für alle – alle für Wasser. 771 Millionen Menschen weltweit haben keinen gesicherten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Davon fehlt rund 489 Millionen Menschen sogar die Basis-Versorgung mit Trinkwasser. Das zu ändern ist Ihr Ziel. Wir haben uns für Ihr Wasser entschieden:

LAUT – Natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure versetzt.

Und nun viel Genuss bei den erfrischend nachhaltigen Kaltgetränken bei uns am St. Stephansplatz in Konstanz.

Zotter – einer der besten Chocolatiers der Welt

Die Anfänge

1987 wurde Zotter als Konditorei in Graz gegründet. Die Konditorei wurde durch die Kreationen wie zum Bespiel „Hanfschnitte“ und „Käferbohnenroulade mit Koriander“ sehr bekannt. Zotter expandierte und eröffnete 3 weitere Filialen. Josef Zotter fing 1992 dann an in der umgebauten Scheune seines Eltern-hauses, seine Schokoladenideen zu verwirklichen. Die Konditorei wurde bis 1996 weiterhin geführt, dann mussten aufgrund einer Insolvenz drei von vier Filialen schließen.

Zotter Schokoladen

Die Schokoladenfabrik

1999 wurde dann komplett auf Schokolade gesetzt und die Schokoladenfabrik wurde eröffnet. Rund 200 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, davon 7 Lehrlinge.  Über 500 verschiedene Sorten werden dort hergestellt und auch individuelle Sorten, die der Kunde selbst gestalten kann. Vegane und laktosefreie Schokoladen werden auch angeboten. Im Sommer gibt es neben der Schokolade auch die Zotter Eiscreme und im Winter gibt es außer den Weihnachtsschokoladen natürlich auch Weihnachtsmänner aus Schokolade. Etwa 30-70 neue Produkte werden jährlich entwickelt. Es wird alles in Bio-und Fairtrade Qualität hergestellt.

In Riegersburg wurde 2007 das sogenannte „Schokoladentheater“, ein Museum mit über 30 verschiedenen Verkostungsstationen eröffnet. Die Attraktionen sind zum Bespiel das Kakaokino, den veganen Schokobrunnen, den Pralinen Roller Coaster und die Choco Lolly Himmelstreppe. 2019 wurde das Theater weiter ausgebaut und hat neue Attraktionen wie zum Beispiel das Schoko-Riesenrad, sowie eine Zahnarztklinik, bei der man zuckerfreie Schokolade kosten kann, bekommen. Das Museum in Riegersburg hat jährlich etwa 150.000 Besucher. 2014 wurde ein weiteres Schokoladentheater in der chinesischen Stadt Shanghai eröffnet. Seitdem wird auch die Zotter Schokolade regelmäßig nach China exportiert.

Die Schokoladen werden nach der Bean-to-bar Methode produziert. Das bedeutet, dass dort selbst geröstet, gemahlt, gewalzt, und conchiert wird. Individuell auf den Kakao abgestimmt. Etwa 150t Kakaobutter und 200-250t Kakaobohnen werden zu Schokolade verarbeitet. Der Kakao wird hautsächlich in Lateinamerika direkt bei den Kakaobauern eingekauft.

Engagement für Kakao und Nachhaltigkeit

Zotter ist in Deutschland sowie in Österreich unter den Top 25 der Schokoladenhersteller, der Einzige, der ausschließlich Bio und fair produziert. Die Schokoladenmanufaktur zudem auch EMAS zertifiziert. Außerdem ist Zotter auch Mitglied der WFTO (World Fair Trade Organisation). Die Schokoladenmanufaktur ist etwa 60 % energieautark.  Josef Zotter sah bei seinen zahlreichen Reisen in die Anbaugebiete der Kakaobohnen die dortigen Bedingungen und handelte. 2004 wurde das komplette Sortiment auf Fairtrade umgestellt und seit 2006 werden nur noch Biozutaten für die Produktion verwendet. Für die gesamte Produktion werden etwa 400 verschiedene Bio-Zutaten verwendet. Außerdem enthalten die Schokoladen kaum bis keinen Zucker. Laut dem internationalen Schokoladentest zählt Zotter zu den besten Chocolatiers der Welt. Zotter hat weltweit etwa 4000 Vertriebsstellen. Davon sind ca. 90 % im deutschsprachigen Raum.

Wiedererkennung und Einzigartigkeit

Die Schokoladen haben einen hohen Wiedererkennungswert, da sie in Schichten aufgebaut sind und statt dem gängigen Würfelbruchmuster mit Schokolade überzogen sind und wegen der humorvollen, kreativen Zeichnungen auf den Verpackungen.
Zotter Schokoladentafeln handgeschöpft

Zotter erhält Unterstützung

Seit 2017 wird Zotter von den ersten Choco-Robotern der Welt unterstützt. Der Schokoladenhersteller möchte damit keine Arbeitsplätze streichen, sondern lediglich zeigen, dass die Roboter andere Maschinen ersetzen können, denn sie ermöglichen eine individuelle Fertigung und mehr Präzision. Aktuell werden dünne Täfelchen von den Robotern gefüllt. In Zukunft sollen die Roboter aber für die individuelle Herstellung von Pralinen, die dann nach Kundenwunsch maßgeschneidert sind, eingesetzt werden.

D – wie Degustation

Coffee Cupping – so nennt der Kaffee-Profi das Verfahren, mit dem er die Qualität des Kaffees anhand verschiedener Kriterien überprüft und bewertet.

Cupping läuft von den Schritten immer gleich ab. Kaffee wird gemahlen und mit Wasser übergossen. Dabei richten die Kaffeeverkoster*innen ihre volle Aufmerksamkeit auf die verschiedenen wahrnehmbaren Aromen – sowohl gustatorische (Geschmack) als auch olfaktorische (Geruch). Cupping wird in verschiedenen Situationen von verschiedenen Akteuren der Lieferkette eingesetzt mit dem Ziel der Qualitätssicherung. So wird eine Ernte oft direkt auf der Kaffeefarm verkostet, nach dem Transport (z.B per Schiff zum Hamburger Hafen) und vor dem Einkauf.  Das wichtige ist: Jeder Kaffee muss innerhalb eines Cuppings gleich zubereitet werden! Ansonsten kann man mehrere Kaffees nicht miteinander vergleichen, da anderer Geschmack auch auf die Zubereitung zurückgeführt werden kann.

Kaffee wird im Cupping verkostet Kaffeerösterei Konstanz

Kaffeeverkostung braucht aber einiges an Übung. Die Zunge muss erst mal für verschiedene Aromen in verschiedenen Intensitäten trainiert werden. Wie schmeckt fruchtiger Kaffee? Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Noten von Johannisbeere und Brombeere? Nur durch Übung und Erfahrung lassen sich Aromen einordnen. Als Hilfestellung dienen oft die Beschreibungen der Kaffeerösterei selbst – oft findet sich ein Hinweis, wie die Röstung schmecken soll. Unser Tipp: Fangen Sie mit drei Kaffees zum Verkosten an und halten Sie Ihre Eindrücke schriftlich fest.

Als Tip: Essen Sie nicht unmittelbar vor der Verkostung und meiden Sie scharfe und stark ätherische Nahrung. Basilikum, Knoblauch und Chilis beeinträchtigen den Geschmack- und Geruchsinn derart, dass eine sinnvolle Verkostung nur sehr schwer möglich ist.

Wie es genau abläuft, worauf man achten muss und wie wir Profis die Kaffee verkosten können Sie erfahren, indem Sie an einem unserer Seminare „Kaffeeverkostung – wie ein Profi Online Seminar“ teilnehmen.

Wie gesund ist eigentlich Kaffee?

Kaffee und Gesundheit

Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen. Rund 150 Liter trinkt jeder durchschnittlich pro Jahr. Bei so einem elementaren Bestandteil der Ernährung stellt sich nicht selten die Frage, wie gesund der Kaffeekonsum eigentlich ist. Allgemein existieren aufgrund verschiedenster Berichte und Artikel teilweise Sorgen in Bezug auf Kaffee und dessen regelmäßigen Konsum. Was vielen Kaffeebegeisterten dabei nicht zwangsläufig bekannt ist, sind die positiven Auswirkungen und Vorteile des Kaffees. In diesem Blog soll es daher um einige Aspekte gehen, in denen der Kaffee Vorteile bietet und der menschlichen Gesundheit zugutekommt.

Wieviel Kaffee ist gesund?

Viele glauben, Kaffee wäre wegen des darin enthaltenen Koffeins ungesund. Doch wie bei vielem macht es die Dosis. In geringen Dosen wirkt sich Koffein nämlich positiv auf unser Herz-Kreislauf-System aus. Wie schnell Koffein ins Blut gelangt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, denn hierfür spielen mehrere Faktoren wie Alter, Gewicht und Gesundheitszustand eine Rolle. Zusätzlich steigert er unsere körperliche Leistungs­fähigkeit sowie die Konzentrations­fähigkeit unseres Gehirns. Wegen dieser Eigenschaft ist Kaffee ein beliebtes Getränk am Morgen, man startet einfach fitter und besser gelaunt in den Tag. Nicht umsonst sind viele Morgen­muffel vor der ersten Tasse Kaffee nicht ansprechbar. Koffein wird außerdem als Wirkstoff in Medikamenten eingesetzt und ist daher alles andere als schädlich. Kaffee ist gesund. Untersuchungen haben ergeben, dass ein lebens­langer Kaffee­konsum dafür sorgen kann, dass der alters­bedingte Abbau unserer geistigen Leistungs­fähigkeit langsamer vonstatten­geht. Wer viel Kaffee trinkt, bleibt also länger fit im Kopf. Jedoch sollte man im Hinter­kopf behalten, dass Koffein eine aufputschende Wirkung hat, und man es sich lieber dreimal überlegen sollte, ob man abends noch einen Espresso trinkt, wenn man nicht die halbe Nacht wach liegen möchte. Denn schließlich brauchen wir unseren Gesund­heits­schlaf, um uns zu regenerieren und die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten.

Wichtig zu wissen ist, dass der Koffein­gehalt bei den verschiedenen Kaffee­kreationen variieren kann. So verfügt anders als zu erwarten wäre, eine Tasse Filter­kaffee über mehr Koffein als ein Espresso, obwohl dieser viel stärker schmeckt. Ausschlag­gebend für den Koffein­gehalt sind das Röst­verfahren und die Kaffee­bohne selbst. Robusta-Bohnen enthalten zum Beispiel dreimal mehr Koffein als Arabica-Bohnen. Als Faust­regel können Sie sich merken: Vier Tassen Kaffee pro Tag sind gesund und absolut unbedenklich. Achten Sie beim Kauf der Bohnen auf die Qualität, dann sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Kaffee senkt das Krebsrisiko und schützt vor Zellschäden

Eine der bekanntesten aller Krankheiten ist Krebs, welcher zu einem unkontrollierten Zellwachstum führt und häufig tödlich endet. Verschiedene Studien amerikanischer und chinesischer Forscher legten dar, dass der Konsum von Kaffee, das Risiko einer Erkrankung an Darmkrebs senken kann. Die genauen Gründe für diese wundersame Wirkung konnten zwar nicht ermittelt werden, allerdings stellte sich schnell heraus, dass nicht das im Kaffee enthaltene Koffein krebsvorbeugend oder -hemmend wirkt, da das verringerte Krebsrisiko sowohl bei Konsumenten von koffeinhaltigem Kaffee als auch bei Konsumenten von Kaffee ohne Koffein zu beobachten war.

Kaffee gegen Diabetes

Weltweit sind ca. 55 Millionen an der sogenannten „Altersdiabetes“ (Typ-2-Diabetes) erkrankt. Der Begriff „Altersdiabetes“ verliert dabei mehr und mehr seine Berechtigung, denn die Patienten werden immer jünger. Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes, bei dem durch eine autoimmune Reaktion die insulinproduzierenden Zellen zerstört werden, kommen beim Typ-2-Diabetes andere Ursachen zum Tragen. In vielen Fällen trägt unser Lebensstil zu einem erhöhten Risiko bei: Ernährungsgewohnheiten mit zu viel Fett und Zucker und in der Folge Übergewicht. Dazu kommt meist noch Bewegungsfaulheit. Inzwischen gibt es auch in diesem Bereich zahlreiche Studien, die den schützenden Zusammenhang zwischen Kaffee und derTyp-2-Diabetes zeigen. Kaffee hat einen positiven Einfluss auf die Glukose-Toleranz sowie den Blutzuckerspiegel. Und Koffein stimuliert die, Insulin produzierenden Zellen. Offenbar haben die Menschen, die drei bis vier Tassen Kaffee am Tag genießen, ein etwa 25 Prozent niedrigeres Risiko, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln.

Kaffee bringt Energie

Abgesehen vom guten Geschmack, den Kaffee auf dem Gaumen verbreitet sind „munter bleiben“ bzw. das „Energielevel auffüllen“, für viele der Hauptgrund, Kaffee zu trinken. Koffein hat ein breites Wirkungsspektrum: In geringen Dosen wirkt es sich vor allem stimulierend auf die Psyche aus die, Konzentration wird verbessert und Müdigkeitserscheinungen werden beseitigt.
Das Koffein im Kaffee gelangt über den Magen in die Blutbahn und weiter ins Gehirn, wo es die Rezeptoren für den Neurotransmitter Adenosin blockiert. Dadurch steigt die Menge anderer Neurotransmitter an, was zu einem verstärkten „Feuern“ von Neuronen und damit zu mehr Energie führt. Die Wirkung des Koffeins im Gehirn führt auch dazu, dass Wachheit, Reaktionszeit sowie die generelle kognitive Leistungsfähigkeit besser werden. Darüber hinaus wird auch die Speicherfähigkeit des Gehirns erhöht. Somit kann sich Koffein in Prüfungsphasen kurzfristig positiv auf die Lernleistung auswirken.

Koffein in der Schwangerschaft

Hinweise, dass es einen Zusammenhang zwischen Koffein und Früh oder Fehlgeburten oder vermehrten Komplikationen im Verlauf der Schwangerschaft gibt, haben sich nicht bestätigt. Allerdings gibt es Hinweise, dass Neugeborene mit unter etwas kleiner und leichter auf die Welt kommen, wenn die Mutter während ihrer Schwangerschaft täglich 200 bis 300mg Koffein, das heißt etwa zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag aufnimmt. Laut einer Aussage der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. sind bei solch einem Koffeinkonsum keine negativen Wirkungen zu erwarten. Dabei ist zu beachten, dass Koffein auch in Tee, Kakao, manchen Softdrinks und Medikamenten enthalten ist.

Kaffee gegen Kopfschmerzen

Beim ersten Anflug von Kopfschmerzen greifen einige Menschen gern zu einer starken Tasse Kaffee. Das sorgt mitunter schon für Besserung, und auf den Einsatz von Schmerzmitteln kann verzichtet werden. So manchen hilft Kaffee tatsächlich, zum Beispiel bei Spannungskopfschmerzen. Koffein gilt als mildes Schmerzmittel und ist deshalb in manchen Schmerzkombinationspräparaten enthalten. Zudem verstärkt Koffein die Wirkung der anderen schmerzlindernden Substanzen im betreffenden Präparat. Ursächlich dafür sind wahrscheinlich mehrere Mechanismen: Koffein blockiert zum einen die Bildung eines Enzyms, das für die Freisetzung von Prostaglandinen verantwortlich ist. Das sind Gewebshormone, die zum Beispiel bei Entzündungsprozessen und eben auch in der Schmerzvermittlung eine Rolle spielen. Zum anderen sind vermutlich auch Adenosin Rezeptoren beteiligt, die an bestimmten Nervenzellen, blockiert werden. Koffein nimmt zudem Einfluss auf die Blutgefäße im Gehirn, wobei die Fließgeschwindigkeit herabgesetzt wird, was beispielsweise bei Migräne eine Rolle spielt.

Fazit

Fakt ist, Kaffee ist nicht ungesund und hat sogar gesundheitsfördernde Wirkungen. Jedoch sollte jeder für sich selbst probieren, ob er Kaffee, insbesondere koffeinhaltigen Kaffee, verträgt oder eher nicht. Wie bei allem empfiehlt sich auch bei Kaffee ein Konsum in Maßen.

B – wie Brühtemperatur

Wer mit dem klassischen Handfilter großgeworden ist, kennt das vermutlich:

Handfilter Kaffeebrühen HarioV60 Kaffeerösterei Konstanz

Wasser kochen und Kaffee aufbrühen. Einfach und schnell. Wer aber die Aromen des Kaffees nicht verfälschen oder zerstören möchte, sollte sich Gedanken über die Wassertemperatur machen. So viel sei bereits gesagt: Die eine perfekte Brühtemperatur gibt es nicht. 

Brühtemperatur: Die Basics

Welche Temperatur schlussendlich die Richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Besonders wichtig sind jedoch:

  • Zubereitungsart
  • Röstgrad
  • Art der Kaffeebohne (Arabica/Robusta)

rohkaffee in Schale Kaffeerösterei Konstanz

… sowie natürlich der persönliche Geschmack. Manche mögen es lieber so, andere so. Für eine Siebträgermaschine empfiehlt man beispielsweise 89°C – 93°C, für perfekten Filterkaffee zwischen 92°C und 96°C.  Wobei auch hier in der experimentellen Kaffeeszene starke Unterschiede auftreten können. Grundsätzlich gilt bei der Brühtemperatur: Je kälter desto saurer, je heißer desto bitterer.

Espressotassen auf Siebträgermaschine Kaffeerösterei Konstanz

Welche Auswirkung hat die Brühtemperatur?

Kaltes Wasser extrahiert die Aromen deutlich langsamer als heißes Wasser. Deswegen benötigt ein guter Cold Brew Kaffee auch teilweise 12 Stunden Ziehzeit.

Wichtig: Niemals kochendes Wasser verswenden. Das Pulver verbrennt und zerstört den Geschmack. Wenn man die Temperatur nicht messen kann, gilt die Regel: Aufkochendes Wasser ca. 90 – 120 sek abkühlen lassen, bevor man das Kaffeemehl aufgießt.

Cold Brew – Kaffee, aber anders!

Cold Brew – die Kunst, Kaffee mit kaltem Wasser zu extrahieren – zeigt, dass Kaffee nicht immer aus der Kaffeemaschine kommen muss. Um Cold Brew herzustellen, gibt es zwei unterschiedliche Methoden – einmal das Cold Brew Prinzip und einmal das Cold Drip Verfahren.

Variante 1: Cold Brew

Für das Cold Brew Prinzip empfehlen wir, ein Brühverhältnis von 1:10 (z.B. 100g Kaffee: 1000ml Wasser). Der Aufguss kann in eine beliebige Kanne gegeben werden. Wir verwenden dafür die Carl Henkel Arca X Tract Kanne, welche man aber gut durch eine French Press ersetzen kann. Um die Extraktion zu intensivieren, empfiehlt es sich, das Kaffeemehl „Bloomen“ zu lassen. In unserem Fall, 100ml 95°C heißes Wasser auf das Kaffeemehl geben und gut verrühren. Dadurch kann das Co2 besser entweichen und erlaubt eine exzellente Herausarbeitung des Kaffeegeschmacks. Das nun ca. 30 Sekunden „gebloomte“ Kaffeemehl wird jetzt mit dem restlichen Wasser aufgegossen. Wie lange ein Cold Brew brühen sollte, ist Geschmackssache. Wir empfehlen eine Brühzeit von 2-4 Stunden und anschließender Lagerung im Kühlschrank. Der fertige Cold Brew ist bei richtiger Lagerung bis zu einer Woche genießbar.

Variante 2: Cold Drip

Bei dem Cold Drip Verfahren tropft ein Wassertropfen über sechs und mehr Stunden auf das Kaffeepulver. Mit einem Dosierer lässt sich die Geschwindigkeit der Tropfen einstellen. Da der Wasserdruck des oberen Gefäßes abnimmt, muss häufiger die Tropfgeschwindigkeit reduziert werden. Wir empfehlen eine Geschwindigkeit von 1,5- 2,0 Tropfen pro Sekunde und ebenfalls ein Brühverhältnis von 1:10 (z.B. 100g Kaffee und 1000ml Wasser). Der Cold Drip sieht spektakulär aus und wird deshalb gerne in Cafés benutzt.

Woher kommt kalter Kaffee?

Das Cold Brew Kaffee aktuell im Trend ist, ist nicht zu übersehen. Tatsächlich ist diese Zubereitungsmethode aber schon viele Jahrhunderte alt. Bereits im 17. Jahrhundert sollen niederländische Händler auf Ihrem Weg durch Asien Kaffee kalt zubereitet haben. Der Cold Brew Kaffee hatte für sie den großen Vorteil, dass er wesentlich einfacher zubereitet und leichter, auch in großen Mengen, transportiert werden konnte. Außerdem waren kalte Getränke in den tropischen Gebieten des heutigen Indonesiens deutlich angenehmer zu trinken als ein heißer Kaffee.

Demnach waren es damals die äußerlichen Umstände, die die kalte Zubereitung von Kaffee als Alternative hervorriefen. Natürlich gibt es auch heute noch heiße Sommertage, an denen ein kühles Getränk einfach besser schmeckt. Aber viel wichtiger ist der charakteristische Geschmack eines kalt aufgebrühten Kaffees. Bei der langsamen Zubereitung bei Zimmertemperatur werden deutlich weniger Bitterstoffe freigesetzt als bei der herkömmlichen Methode. Auch enthält ein Cold Brew Kaffee zwar wesentlich weniger Säure als das heiße Gegenstück, hat dabei aber trotzdem kaum weniger Geschmacksstoffe.

Was macht Cold Brew so einzigartig?

Kaffee ist ein sehr facettenreiches Genussmittel. Er besteht aus hunderten von verschiedenen chemischen Verbindungen und birgt über 800 Aromen. Wie bei jeder chemischen Verbindung werden die Moleküle im Kaffee von verschiedenen Temperaturen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten freigesetzt. Manche, so wie Koffein, werden immer freigesetzt. Andere nur bei hohen bzw. bei niedrigen Temperaturen. Und manche dieser Moleküle sind nicht erwünscht, wie z.B. viele der Bitterstoffe. Je nachdem, wie Sie Ihren Kaffee extrahieren, schmecken Bohnen der gleichen Kaffeesorte also völlig anders. 

Kaffee beinhaltet über 800 verschiedene Aromastoffe! Welche davon besonders zur Geltung kommen, ist Beeinflussbar durch verschiedene Faktoren, wie die Zubereitungsart und die Temperatur des Wassers.

Und das ist der Grund, weshalb Cold Brew so begehrt ist. Es ist Kaffee, aber anders. Denn die meisten kalt gebrühten Kaffees erhalten kaum Bitterstoffe und sind sehr säurearm. Außerdem finden Sie oft florale oder fruchtige Noten, die durch das schonende Herstellungsverfahren besonders betont werden. Manchmal schmeckt Ihr Cold Brew sogar nach Nuss oder Schokolade. Typisch für kalt gebrühte Kaffeeextrakte ist zudem eine natürliche Süße. So bietet sich der Cold Brew etwa auch als Zutat für Desserts oder Cocktails an.

Unser Cold Brew Rezept

Zutaten

  • 100g frisch gemahlener Kaffee (grober Mahlgrad)
  • 1 Liter kaltes Wasser
  • Eiswürfel

Schritt 1 – kaffeesorte und Mahlgrad wählen

Nehmen Sie am besten ganz frisch und grob gemahlenen Kaffee. Der grobe Mahlgrad ist wichtig, damit der Kaffee nicht überextrahiert, ganz besonders bei der langen Ziehzeit. Die Cold Brew Methode offeriert Ihnen in der entstehenden Essenz nur das Beste der Kaffeebohne. Generell eignet sich jede Kaffeesorte für unser Cold Brew Rezept. Feine Nuancen des Kaffees bilden sich bei der Methodik wunderschön heraus. Bitterstoffe und Säure werden reduziert. Besonders die Fruchtigkeit eines Kaffees kommt gut zur Geltung. Unser Tipp – der Brasil Fazenda Santa Luzia, er überzeugt als Cold Brew mit seiner samten und durchaus ausbalancierten Kakaonote.

 

Schritt 2 – Kaffee in den Kaffebereiter oder das Gefäß füllen

Nun wird der grob gemahlene Kaffee in den Kaffeebereiter oder das Gefäß gegeben. Wir empfehlen einen Kaffeebereiter, mit dem Sie nach der Extraktionszeit direkt filtern können, z.B French Press, Chemex oder die AeroPress.

Schritt 3 – blooming

Erhitzen Sie 100ml von dem kalten Wasser auf 90,5°C bis maximal 95°C . Gießen sie es anschließend langsam auf das Kaffeemehl, so dass es gleichmäßig mit Wasser bedeckt ist. Geben Sie die restlichen 900ml nach einer Ziehzeit von 30 Sekunden auf das Kaffeemehl.

Schritt 4 – Vorsichtig umrühren

Einmal vorsichtig durchs Kaffeemehl rühren und anschließend abdecken.

Schritt 5 – Extrahieren lassen

Den Cold Brew nun für 2-4 Stunden möglichst bei Zimmertemperatur extrahieren.

Schritt 6 – Filtern

Nach der gewählten Extraktionszeit kommt das Filtern des Cold Brew Coffee. Je nach verwendetem Kaffeebereiter können Sie direkt oder in ein anderes Gefäß filtern. Bei der French Press können Sie den Pressstempel drücken und dann den Coffee abfüllen. Durch den sehr groben Filter beinhaltet das fertige Produkt jedoch noch viele Schwebstoffe, sowie Kaffeeöl. Ein feineres Endresultat erreichen Sie mit einem Papierfilter, wie mit dem Handfilter, einer Chemex oder der AeroPress. Aber dies ist Geschmackssache und lässt viel Spielraum zum Experimentieren.

Schritt 7 – Kaltstellen und Genießen

Anschließend können Sie Ihren Cold Brew nun zum Kühlen in den Kühlschrank stellen, in dem er sich problemlos bis zu einer Woche lagern lässt. Nun benötigen Sie nur noch ein Glas und ein paar Eiswürfel, um Ihren Cold Brew Kaffee zu genießen.

Schritt 8 – Lagerung

Damit Ihr Cold Brew möglichst lange genießbar bleibt, empfiehlt es sich, diesen in eine luftdichte Flasche zu füllen und im Kühlschrank zu lagern.

Wer möchte, kann seinen Cold Brew auch mit einem leckeren Tonic Water aufpeppen. Dabei empfehlen wir jedoch eine längere Extraktionszeit von etwa 8-12 Stunden. Das Mischverhältnis sollte hier 1:1 sein, z.B. 150ml Cold Brew, 150ml Tonic Water.

Als kleiner Tipp: Wenn Sie zuerst Eiswürfel und Tonic und danach den Cold Brew langsam einfüllen, entstehen Schichten im Glas. Das Auge trinkt schließlich mit!

Unser fazit

Der Cold Brew Kaffee begeistert uns durch seinen unvergleichlichen, besonderen Geschmack. Jede Kaffeesorte schmeckt man durch die kalte und lange Extraktion in den feinsten Nuancen. Anders als bei Eiskaffee & Co., welche meist mit löslichem Kaffeepulver zubereitet werden, ist hier der Rohstoff eine natürliche, wertvolle Kaffeebohne, die nicht weiterbehandelt wurde. Der Cold Brew Kaffee ist die perfekte Kaffee Alternative für andere koffeinhaltige und zumeist ungesunde Getränke. Durch die Vielfalt an Zubereitungsmöglichkeiten ist der Cold Brew ein echter Allrounder und macht Liebhaber von Milchkaffee, aber auch Espresso Genießer glücklich.

Vorteile 

  • Wenn Sie Liebhaber von Eiskaffee und Café Frappé sind, dann werden Sie den Cold Brew Kaffee lieben. Eine herrlichere Erfrischung an heißen Sommertagen gibt es nicht für Freunde von Kaffeespezialitäten.
  • Durch die schonende Extraktion enthält der Cold Brew Kaffee nur das Beste aus der Kaffeebohne. Die Kaffeesäure wird auf ein Minimum reduziert, Bitterstoffe abgebaut und der entstehende Geschmack ist mit einem heißen Kaffee nicht zu vergleichen.

Nachteile

  • Die lange Extraktionszeit. Sicher bedarf es einer längeren Ziehzeit als bei heiß aufgebrühtem Kaffee, bis der Cold Brew Kaffee endlich verzehrt werden kann. Aber hat es nicht auch etwas Positives in Zeiten von „Knopfdrücken – Kaffee fertig“, wenn das Kaffee zubereiten zu einem Ritual wird? 

C – wie Crema

Die Crema – Vielleicht haben Sie in einem Café schon einmal Sätze aufgefangen wie „Die Crema ist fast perfekt!“. Die Crema ist wichtiger Bestandteil eines Espressos. Wir erklären, worauf es ankommt und was einem die Crema über den Espresso verrät.

Espresso Siebträgermaschine Kaffeerösterei Konstanz

Was ist die Crema?

Die Crema ist die Schaumschicht auf dem Espresso – also das, was man sieht, wenn man in die Tasse schaut. Sie entsteht durch die Lösungen von Kaffeeölen während der Zubereitung und der anschließenden Vermischung mit Wasser und Kohlendioxid. Sie besteht aus den gelösten Kaffeeölen, Kohlendioxid, Zuckerarten und auch Proteinen. Probiert man die Crema pur sollte man sich auf einen bitteren Geschmack vorbereiten!

Was verrät uns die Crema?

An der Crema kann man einiges über den verwendeten Kaffee sowie über die Extraktion erfahren. Man könnte sagen, sie ist „Das Fenster zum Espresso“. Die Crema wird anhand folgender Merkmale charakterisiert: zu hell, zu dunkel, zu viel, zu wenig und perfekt. Wie sie schlussendlich aussieht, wird von vielen Faktoren beeinflusst.

Alter der Kaffeebohnen

Kaffeebohnen verlieren mit der Zeit das eingeschlossene CO2. Dieses sorgt maßgeblich für die Schäumung und Festigkeit der Crema. Wenn die Crema auf ihrem Espresso also dünn, zu hell und rissig ist, kann es sein, dass die verwendeten Bohnen schon älter sind. Genau das Gegenteil passiert bei zu frischen Kaffeebohnen, welche einen erhöhten CO2 Gehalt haben. Hier wird die Crema zu dick und zu hell auf dem Espresso.

Mahlgrad der Bohnen

Wie bei jeder anderen Zubereitungsart ist der Mahlgrad des Kaffeepulvers entscheidend bei der Extraktion. Ist dieser zu fein, wird die Crema ebenfalls dünn und dunkel. Wie kommt das? Bei zu fein gemahlenem Kaffeemehl ist die Kontaktfläche des Wassers mit dem Kaffeepulver zu groß und das Wasser benötigt zu lange zum Durchlaufen. Dadurch kommt es zu einer Überextraktion des Espressos. Genau das Gegenteil passiert bei zu grob gemahlenem Kaffeepulver: Das Wasser hat zu wenig Kontaktzeit mit dem Kaffeepulver und es kommt zu einer Unterextraktion. Die Crema wird hierbei hell und instabil.

Temperatur des Wassers

Wird ein Espresso mit zu hoher Temperatur gebrüht (Brühtemperatur), wird die Crema sehr dunkel. Bei Brühvorgängen gilt allgemein: Je heißer, desto bitterer das Ergebnis. Eine dunkle Crema spricht also für zu viele gelöste Inhaltsstoffe des Kaffees und dadurch einen sehr bitteren Geschmack. Eine helle Crema dagegen spricht für eine zu niedrige Brühtemperatur. Es können nicht genug Aromen und Inhaltsstoffe gelöst werden und das Ergenis ist eine helle wie dünne und flüchtige Crema.

Menge des kaffeepulvers

Es scheint trivial, aber auch die Menge des Kaffeepulvers ist ausschlaggebend. Die Menge hängt dabei von dem gewünschten Endergebnis ab. Ein doppelter Espresso braucht selbstverständlich mehr Kaffeemehl als ein einfacher. Hierbei spricht man von der so genannten Brew Ratiowas ein Thema für sich ist. Die traditionelle italienische Brew Ratio besteht aus 7g Kaffeemehl für 25 ml Espresso.

Tamperdruck

Das richtige Tampen ist nicht nur für eine gleichmäßige Extraktion, sondern eben auch für eine gelungene Crema entscheidend. Ist das Kaffeemehl zu locker in dem Siebträger, ergibt das eine luftige und dünne Crema, da nicht genug Druck aufgebaut werden kann um das CO2 und weitere Inhaltsstoffe zu aus dem Pulver zu lösen. Ist das Kaffeemehl hingegen zu fest angedrückt, hat es das Wasser zu schwer hindurchzukommen und die Crema wird dunkel und bitter.

Weiterhin ist der Wasserdruck der Espressomaschine ausschlaggebend für die Stärke der Crema. Ist dieser zu gering, verfliegt die Crema schnell.

Tasse Kaffee mit Keks im Feinkostgeschäft Kaffeerösterei Konstanz

Wie sieht die perfekte Crema aus?

Fassen wir noch ein Mal zusammen: Die perfekte Crema ist ein ausgewogenes Zusammenspiel aus allen Faktoren. Nicht zu hell, nicht zu dunkel. Nicht zu starr, nicht zu luftig. Sie sollte einen Haselnussbraunen Farbton haben, gleichmäßige Poren besitzen (die mit bloßem Auge fast nicht zu erkennen sind) und stabil auf dem Espresso liegen.

Zu helle / dünne / flüchtige Crema: alte Kaffeebohnen, zu grober Mahlgrad, zu kaltes Wasser, zu wenig Tamperdruck, zu wenig Kaffeemehl.

Zu dunkle / kräftige Crema: Kaffeebohnen etwas zu frisch, zu feiner Mahlgrad, zu heißes Wasser, zu viel Tamperdruck, zu viel Kaffeemehl.

Crema Testen

Wenn Sie ihren Espresso gerne mit Zucker trinken, können Sie einen Kaffeelöffel Kristallzucker auf die Crema geben und beobachten, wie lange es braucht, bis er untergeht. Ist es eine gute Crema, sollte das ca. 3-5 Sekunden gehen. Bei einem guten Espresso mit den richtigen Bohnen benötigt man aber nicht zwingend Zucker, um ihn genießen zu können! Die Crema kann aber trotzdem getestet werden, indem man vorsichtig mit einem Löffel den Espresso umrührt. Sie sollte sich von selbst wieder zusammenziehen und stabilisieren.

A – wie Arabica

Es gibt rund 60 verschiedene Sorten Kaffeebohnen – aber nur zwei sind dabei mit einem Marktanteil von 99% wirklich von Bedeutung: Coffea Arabica und Coffea Canephora. Die Coffea Arabica ist die Pflanze, die den bekannten Arabicakaffee produziert. Dieser ist mit 60-70% des weltweiten Handels die absolute Nummer 1 – doch woher kommt die Pflanze und wie kam sie zu ihrer Beliebtheit?

Zur Pflanze Coffea Arabica

Die Coffea Arabica ist ein Hybrid aus Coffea Canephora und Coffea Eugenioides und gehört zu den rund 500 verschiedenen Gattungen der Familie der Rötegewächse. Sie entstand vor ca. 10.000 – 15.000 Jahren im südlichen Äthiopien, welches daher als Ursprungsland des Kaffees gilt. Entdeckt wurde die Kaffeebohne dort jedoch erst im 11. Jahrhundert. Der Name Arabica kommt daher, dass man früher – irrtümlich – den Jemen als Ursprungsort der Kaffeepflanze annahm. Arabica Kaffeebohnen erkennt man an ihrer leicht ovalen Form, mit einer geschwungenen Kerbe. 

Coffea Arabica Kaffeerösterei Konstanz

Wie werden Arabicabohnen angebaut?

Arabica Kaffee ist empfindlich, was die Anbaubedingungen angeht. Gepflanzt wird er hauptsächlich in einer Höhe von 1000 – 2000 Metern. Wichtig ist dabei ein gemäßigtes Klima – das sind die Regionen, in denen die Jahresmitteltemperatur um die 20°C liegt. Ist es über längere Zeit zu warm oder zu kalt kommt es zu schlechten Ernten. Auch die Niederschlagsmenge spielt eine wichtige Rolle: idealerweise liegt diese zwischen 1500 und 2500 mm im Jahr.

Wie schmecken Arabicabohnen?

Geschmacklich bieten Arabicabohnen eine Vielzahl an Aromen. Aufgrund der vielen Varianten dieser Pflanze (Varietäten) ist es unmöglich, eine bestimmte Richtung zu geben. Varietäten sind zufällige oder absichtliche Hybride von verschiedenen Kaffeepflanzen. Die bekanntesten Varietäten sind z.B Maragogype oder Bourbon. Hier liegt das Geheimnis der vielen verschiedenen Aromen – Jede Varietät hat ein anderes Geschmacksprofil, welches durch den Anbau (Boden), die Verarbeitung und die Röstung verfeinert werden kann. Ebenso die Zubereitungsart kann eher die einen oder anderen Aromen deutlicher hervorbringen.

Botanik und Varietäten der Coffeapflanze

Ein Hinweis auf die Varietät bieten oft die Bezeichnungen der Kaffeesorten. So ist unser Brasil Yellow Bourbon ein brasilianischer Kaffee der Varietät „Yellow Bourbon“. Ein anderes Beispiel wäre Ethiopia Harrar Longberry: Hier findet sich das Herkunftsland (Äthiopien), der Herkunftsort (Harrar) und die Varietät (Longberry).

Honey Process – die moderne Aufbereitung

„Honey processed coffee“ ist eine moderne Art der halbtrockenen Aufbereitung. Sie wurde das erste Mal 2003 in Costa Rica verwendet. Ein japanischer Kaffee Importeur hatte diese Idee zur Aufbereitung. Die Kaffeekirschen werden dabei über einen bestimmten Zeitraum in Luftdichten Behältern eingeschlossen, wodurch natürliche Mikroorganismen für die Fermentation sorgen.

Wie funktioniert die Aufbereitung?

Nach der Ernte wird die Kaffeekirsche zuerst in einen Schwemmkanal geschickt, indem die reifen und unreifen Kirschen von den schwimmenden „Floaters“ getrennt werden.
Danach kommen die Bohnen in einen Zylinder aus Metall. In diesem werden durch Zentrifugalkraft Fruchtfleisch und Kaffeebohne getrennt. Nach diesem Vorgang bleiben nur Bohnen mit Pergamenthaut und Mucilage ( das ist eine dünne Schicht vom Fruchtschleim) übrig. In diesem Zustand wird die Kaffeekirsche anschließend getrocknet.

Wieso „honey processed“?

Obwohl der Name „honey processed“ darauf schließen lässt wird bei dieser Aufbereitung nicht mit Honig gearbeitet.

Der Name kommt vom weichen und klebrigen Fruchtfleisch, das nach dem Entpulpen, also nach dem Entfernen der Schale, an der Bohne hängen bleibt. Da die Konsistenz sehr an Honig erinnert, wird diese Art der Aufbereitung „honey processed“ genannt.
Durch die Trocknung mit Fruchtfleisch und ohne Schale enthält Kaffee, der nach diesem Verfahren verarbeitet wird, mehr Körper und Geschmack mit einer wesentlich angenehmeren Säure.

Abstufungen der Aufbereitung

Je nach Technik und Trocknungszeit kann aber auch zwischen der normalen, weißen, gelben, roten oder schwarzen „honey processed“- Aufbereitung unterschieden werden.

Normal

Die normale Aufbereitung ist die schnellste Stufe. Dabei werden die Bohnen ungefähr acht Tage in der Sonne getrocknet und erreichen am Schluss eine gelbe Farbe.

Rot

Die rote „honey process“ Stufe dauert etwas länger, denn hier findet die Trocknung an wolkenreichen Tagen statt und dauert ungefähr zwölf Tage.

Gelb

Beim „Yellow honey“ werden die Bohnen nach dem Pulpen gewaschen und danach in die Sonne zum Trocknen gelegt. Dadurch, dass nicht mehr so viel Mucilage an der Bohne vorhanden ist, nimmt diese beim trocknen einen hellgelben Farbton an.

Weiß

Der „White honey processed coffee“ wird genau wie bei der gelben Aufbereitung gepulpt und gewaschen, jedoch ist die Waschung intensiver. Dadurch ist auf der Bohne noch weniger Mucilage vorhanden, weshalb sich die Bohnen beim Trocknen fast gar nicht verfärben.

Schwarz

Bei der schwarzen „honey“ Aufbereitung kommt der Kaffee auf ein Gestell, das an traditionelle afrikanische Betten erinnert, und wird mit schwarzer Folie bedeckt. Dadurch, dass diese Herstellungsweise am arbeits- und zeitintensivsten ist, ist der schwarze „honey processed“ Kaffee auch der teuerste. Den Unterschied sieht man nicht nur am Rohkaffee, man schmeckt ihn auch in der Tasse.

Honey-Processed- Kaffees haben aufgrund der Fruchtsüße, die durch die Mucilage während des Trockenvorgangs an der Kaffeebohne verbleibt, intensive und süße Aromen. Dank der unterschiedlichen Formen des Honey Processing entwickeln sich aber noch weitere charakteristische Geschmacksnoten, die schon mal an Wein oder gar Whisky erinnern. Besonders bei Kaffees aus Costa Rica kann man intensive Noten von Honig erwarten. Weitere Geschmacksnoten sind Rohrzucker, Trockenfrüchte und selbstverständlich Kirsche.

Kaffeesäcke – mehr als praktisch!

Leere Kaffeesäcke werden nicht weggeworfen

Kaffeedack Kleid

Bei uns in der Rösterei angekommen, werden die Nähte an unseren Kaffeesäcken von Hand geöffnet. So bleiben die Kaffeesäcke unversehrt und die Motive vollständig. Aus den leeren Kaffeesäcken lassen sich nun die unterschiedlichsten Dinge herstellen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Das Flair, das die Kaffeesäcke z. B. in Wohnräumen verbreiten, ist sehr schön. Bunt bedruckte Jutesäcke lassen sich als individuelles Bild einfach in einen Rahmen spannen und an die Wand hängen. Man kann ebenso wunderschöne und widerstandsfähige Dinge für den Alltag herstellen wie z. B. Kleider, Kissenbezüge, Kleidersäcke, kleine Säckchen für den nächsten Adventskalender oder Duftsäckchen für den Kleiderschrank, Taschen, Rucksäcke, Hüte oder auch Übertöpfe aus den Jutesäcken sind ein wahrer Hingucker. Alte Stühle lassen sich mit ein wenig handwerklichem Geschick neu beziehen und sind dann auch Outdoor prima einzusetzen. Für die Gartenfreunde eignen sie sich auch als dekorativer Winterschutz für die Kübelpflanzen. Auf verschiedenen Kanälen wie z.B. Pinterest oder YouTube findet man tolle Anleitungen zum Upcycling der Kaffeesäcke.

DIY Adventskalender

 

DIY Adventskalender

Wie verarbeite ich Kaffeesäcke?

Kaffeesäcke lassen sich wunderbar verarbeiten und die Ergebnisse sind am Ende individuelle Einzelstücke mit einem leicht industriellem look. Zum Verarbeiten wie z.B. Nähen eignen sich größere Nadeln, z.B. Jeans- oder Leder-Nadeln. Auch sollte eine scharfe Schere zum Einsatz kommen. Es empfiehlt sich, die dicken Nähte des Jutesacks vor dem Verarbeiten heraus zu trennen.

Sogar Designer verwenden mittlerweile die sehr guten Eigenschaften des Jutesacks. Mode-Designer nähen komplette Outfits für die Dame. Möbel-Designer schätzen die Faser und stellen daraus handgestrickte Teppiche her.

 

Was ist ein Kaffeesack?

Ein Kaffeesack ist eine offizielle Maßeinheit für den Rohkaffee. Ein Sack enthält in der Regel 60 kg oder 69 kg Kaffeebohnen. Säcke aus Afrika, Brasilien oder Indonesien enthalten 60 kg und Säcke aus Mittelamerika 69 kg.

Die krumme Zahl 69 leitet sich übrigens von der spanischen Maßeinheit ab: diese Säcke enthalten 150 spanische Pfund Rohkaffee.

Das Wort Sack beschreibt neben der Maßeinheit auch die Verpackung, in der der Kaffee transportiert wird. Die Kaffeesäcke bestehen in der Regel aus Jute. Pro Jahr werden weltweit ca. 140 Millionen Kaffeesäcke mit 60kg produziert. Aus Brasilien, dem größten Kaffeeexportland der Welt kommen ca. 30 Millionen Säcke. Um einen Sack mit 60 kg Rohkaffee zu befüllen müssen etwa 100 Kaffeebäume abgeerntet werden.

Kaffeebauer Äthiopien Kaffeesack

Die Kaffeesäcke aus Jute sind schön griffig, was das Verladen für die Arbeiter einfacher macht. Durch ihre raue Oberflächen-struktur verrutschen die gestapelten Säcke nicht. Die groben Maschen sind atmungsaktiv, so dass die Kaffeebohnen auf ihren oft wochenlangen Reisen nicht schimmeln.

Vor allen Dingen sind Jutesäcke umweltverträglich, da die Naturfasern vollständig biologisch abbaubar sind. Zudem können durch Upcycling tolle individuelle neue Dinge für den täglichen Gebrauch hergestellt werden. Die Herstellung der Kaffeesäcke ist aufwändig und erfolgt in Handarbeit. Das macht die Säcke relativ teuer und ist für Kaffeeproduzenten wohl der größte Nachteil. Jeder Kaffeesack ist mit einer so genannten Lotnummer oder Batchnummer versehen. Diese dient der Identifikation des Produktes. Sie wird vom Hersteller vergeben und kennzeichnet z.B. die Produktionsmenge aus derselben Lieferung. Dadurch können sie Kaffeesäcke kein zweites Mal vom Hersteller verwendet werden.

Unsere Kaffeesäcke kommen aus den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt: Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika. So unterschiedlich der Herkunftsländer der Kaffeebohnen sind, so unterschiedlich ist auch das Design der Jutesäcke: mal schlicht, mal bunt und individuell bedruckt. Kaffeesäcke aus Brasilien, Papua Neu Guinea oder Kolumbien sind oft mit bunten Bildern versehen. Aus der Region Santa Luzia, Brasilien kommen sogar grüne Säcke. 

In den Jutesäcken reist der Rohkaffee um die ganze Welt: per Schiff, per Flugzeug oder auf der Straße. Üblicherweise wird der Kaffee in Containern nach Europa transportiert. In einem Container haben ca. 100 Säcke Rohkaffee Platz. Für die industrielle Röstkaffee-Herstellung wird der Kaffee lose als Schüttgut im Container verschifft. Unser Rohkaffee kommt in Jutesäcken Hamburg an und lagert dort in unserem Lager, bis er per Spedition bei uns in Konstanz angeliefert wird.