Afrika ist die Heimat des Kaffees und die Wiege des Kaffees ist Äthiopien. Als Kaffeeröster ein Muss auf der Liste der zu bereisenden Kaffeeanbaugebiete. Unser 1. Besuch ist bei der Dumerso Washing Station (Besitzerin: Hirut Birhanu). Kurz vor Sonnenuntergang hatten wir die Möglichkeit uns die trockenen Aufbereitung (natural/unwashed) erklären zu lassen während wir zwischen den „drying beds“ stehen.

In einem warehouse in Yirgacheffe konnten wir zusehen und mitarbeiten beim Aussortieren von Rohkaffee (Pergaminos). Das geschieht hier von Hand, defekte Kaffeebohnen sowie Steine, Holzstücke oder Kaffeeschale werden hier selektiert. Jede Mitarbeiterin schafft ca. 80kg pro Tag zu sortieren. Ein Kaffeesack beinhaltet ca. 60kg geschälten Rohkaffee.

Die junge Pflanzen werden in der Regel nach 6 bis 12 Monaten intensiver Pflege, Düngung und Bewässerung innerhalb des Gartens (Anbaufläche des Kaffeebauern) eingepflanzt. Hierbei wird geschaut, dass die Kaffeepflanze Schutz vor der Sonne hat durch sogenannte „Coffee Mamas“ (Schattenbäume).

Äthiopische Kaffeezeremonie – In Äthiopien ist die Kaffeezeremonie ein großer kultureller Bestandteil. Es beginnt damit, dass noch grüne Kaffeebohnen in einer kleinen Pfanne auf offenem Feuer geröstet werden bis sie braun (schwarz) sind. Dabei wird die Pfanne immer geschwenkt, damit die Bohnen nicht anbrennen. Danach werden die Bohnen einem Mörser klein gemahlen. In der traditionellen äthiopischen Kaffeekanne aus Ton (Jebena) wird das Kaffeepulver mit heißem Wasser aufgebrüht und in einfache Porzellanschälchen (teilweise Tassen) serviert.

Beladen eines LKWs mit bereits kontrollierten Kaffeesäcken beim Besuch des ECX Warehouse in Hawassa. Bei Ankunft im Warehouse erhält jede Lieferung ein „sample ticket“ – Sampling erfolgt an 3 Stellen im Sack: oben, mittig und unten, die Sample Sammlung erfolgt nach Zufallsprinzip für jeden Truck und wird von sogenannten „runners“ durchgeführt, die keine Informationen zur Herkunft des Trucks oder des Kaffees haben.