Der Kaffeeanbau in Indonesien hat eine fast 300-jährige Geschichte, die eng mit der Holländischen Kolonialherrschaft verbunden ist. Das Gayo-Hochland in Sumatra ist das bedeutendste Anbaugebiet für Arabica-Kaffee in Indonesien. Über Jahrzehnte kamen immer wieder Top-Qualitäten aus diesem zur Provinz Aceh gehörenden Vulkangebiet.  

Der Rohkaffee zeichnet sich durch seine unverwechselbare jadegrüne Farbe aus. Die Aufbereitung und Verarbeitung des Kaffees ist recht eigentümlich: Die handgepflückten Kaffeekirschen werden zwar gepulpt, jedoch werden die Fruchtfleischreste am Pergamino nicht mittels Fermentation im Wasser zersetzt, sondern durch manuelles Abreiben im Sand entfernt. Anschließend wird der Pergaminokaffee unter freiem Himmel in der Sonne getrocknet mehrere Tage lang. Wenn die Kaffeebohnen nach Größe, Farbe und Gewicht verlesen sind werden sie in die jeweiligen bedruckten Jutesäcke abgefüllt und zugenäht. 

Besichtigung einer einheimischen und traditionellen Rösterei in Banda Aceh. Für unser Gruppe, die hauptsächlich aus Röstern aus aller Welt bestand, sehr spannend. Die Röstparameter sind: Röstcharge: 50kg; Röstzeit: 2h; weitere Zutaten: 3 kg Zucker sowie 1kg Margarine zum Schluß. Selbstverständlich haben wir diesen Kaffee dann auch trinken dürfen.  

Neben dem „Local Market“ suchten wir natürlich auch die lokalen Coffeeshops auf. Fasziniert von der geübten Technik konnten wir nicht wiederstehen den ein oder anderen Kaffee zu trinken, auch wenn er für uns „zu dunkel“ geröstet war.  

Nach einer sehr langen und anstrengenden Fahrt zum Takedon See durften wir am nächsten Tag beim Rösttraining von Farmern in der Gayo Region teilnehmen. Unsere Einschätzung zu ihren Kaffees und ihren Röstprofilen sind sehr hilfreich für sie. Der Austausch war für beide Seiten sehr informativ und wir waren begeistert von dem Enthusiasmus der einzelnen Kaffeebauern.